Ironman 70.3 Wiesbaden 2013 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Stefan Willer   
Mittwoch, den 14. August 2013 um 09:24 Uhr

alle athleten
alle zusammen
zieleinlauf staffel


Strahlende Gesichter bei Triathleten des LTC-Follow-Me nach 6 Stunden Strapaze


Gegen 14:00 am Sonntag war es für die Triathleten des LTC-Follow-Me bei strahlendem Sonnenschein geschafft: Die Belohnung nach vielen Stunden der Vorbereitung im Frühjahr und Sommer war das Abbiegen in den Zielkanal unter der Anfeuerung von vielen tausend Zuschauern. Im malerischen Kurpark von Wiesbaden kam nicht erst beim Zieleinlauf absolutes Gänsehaut Feeling auf.

Doch begonnen hatte alles bereits früh am Morgen, als um kurz vor fünf der Wecker für die ingesamt 7 Einzelstarter und die 3 Staffelstarter klingelte. Für sie alle sollte es "der längste halbe Tag des Jahres" werden. Denn unter diesem Motto wirbt der Veranstalter für seinen IRONMAN 70.3 Triathlon, der zugleich als Europameisterschaft ausgetragen wird. Dabei steht 70.3 für die insgesamt zu bewältigende Distanz in Meilen und ist mit 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und einem abschließenden Halbmarathon genau halb so lang wie der klassische Ironman.

Und so herrschte bereits früh am Morgen ausgelassenes Treiben in der Wechselzone am Raunheimer Waldsee. Immerhin stellten sich insgesamt 3000 Athleten dieser Herausforderung und bereiteten Ihre Räder für den Start vor. Um ein so großes Starterfeld zu entzerren, erfolgt der Start in mehreren Wellen.

Direkt nach den Profis - bei dem auch Olympiasieger Jan Frodeno dabei war - war es Anja Wesseler, die als erste LTC-Triathletin die 1,9km lange Strecke anging und das Schwimmen nach 35 Minuten hinter sich brachte. Eigentlich sollte auch Jutta Ascheberg bei diesem Start dabei sein. Nachdem Ascheberg allerdings in der Vorwoche mit grippalem Infekt flach lag, entschied sie sich in der Staffel den Schwimmpart vom ausgefallenen Patrick Ahlert zu übernehmen. Wenige Minuten anch Wesseler gingen dann Daniel Lüttkemöller, Sebastian Lemke, Jörg Becker, Christian Hollenberg, Markus Neuhaus und Thomas Mussing an den Start. Den Abschluss bildete die LTC-Follow-Us Staffel die aus Jutta Ascheberg, Timo Mersmann (Rad) und Stefan Willer (Laufen) bestand.

Auffällig war für alle Athleten das "Hauen und Stechen" beim Schwimmen um die guten Ausgangspositionen. Dennoch erreichten alle Athleten die erste Wechselzone zwischen 30 und 35 Minuten und machten sich auf die 90km lange Radstrecke, die es in sich hat und mit 1600 Höhenmetern sehr selektiv ist. Immer wieder wechselten sich kurze steile Rampen mit rasanten Abfahrten ab, sodass man nie in einen Rhythmus kam. Nach 40km dann ging es über die "Platte" einen langen Anstieg hinauf in den Taunus um dort eine Runde um die Stadt Idstein zu fahren. Schnellster Radfahrer des LTC war Timo Mersmann (2:48h), der zusammen mit Daniel Lüttkemöller (2:59h) unter der magischen 3 Stunden Grenze blieb.

Nach rasanter Abfahrt hinunter nach Wiesbaden - der Tacho von Markus Neuhaus zeigte 87km/h! - gab es dann ein paar Probleme in der zweiten Wechselzone, denn die Wechselbeutel waren anscheinend doch etwas anders aufgebaut als angekündigt. So brauchte der ein oder andere Athlet doch etwas länger als geplant, um in die Laufschuhe zu schlüpfen. Die gute Nachricht von den vielen Freunden und betreuern sprach sich schnell unter den LTClern herum: Alle haben die nicht ganz ungefährliche Radstrecke hinter sich gebracht und sind auf der Laufstrecke angekommen. Vier Runden waren im schönen Wiesbadener Kurpark rund um das berühmte Casino zu laufen. Empfangen wurden die Athleten von vielen tausen Zuschauern, die jetzt bei bestem sonnigem Wetter an die Strecke kamen.

Der Vorsprung von Daniel Lüttkemöller, der als erster auf die Laufstrecke wechselte schmolz etwas dahin, hattte er auf dem Rad wohl schon einige Körner verschossen. Sebastian Lemke kam näher, wurde aber mit einem Besuch auf dem Dixiklo aufgrund von Magenproblemen eingebremst. So war der Weg frei für Thomas Mussing, der das Feld von hinten aufrollte und letztendlich schnellster Einzelstarter des LTC wurde. Die Uhr blieb nach 5:18 Std für ihn stehen (AK 91, Gesamt 647). Danach folgten Sebastian Lemke (5:31 Std, AK 147, Gesamt 881), Markus Neuhaus (5:33 Std, AK 105, Gesamt 908) und Daniel Lüttkemöller (5:35 Std, AK 112, Gesamt 957).

Jörg Becker und Christian Hollenberg, die beiden einzigen, die in der gleichen Altersklasse gestartet waren, sahen sich erst im Ziel wieder. Becker, der bereits mit Problemen beim Schwimmen zu kämpfen hatte, finischte in 5:58 Std (AK 193, Gesamt 1363). Hollenberg kam nach 5:43 Std (AK 161, Gesamt 1080) ins Ziel.

Mit einem strahlendem Gesicht kam Anja Wesseler nach 6:15 Std ins Ziel und durfte sich als 20. AK und Gesamt 1563. von den vielen Zuschauern feiern lassen. Wesseler hätte sich mit dieser Zeit sogar einen der begehrten Slots für die 70.3 Weltmeisterschaft in Las Vegas in Anspruch nehmen können.

Schneller als alle Einzelstarter war die LTC-Staffel, die in 5:09 Std das Ziel erreichte und unter den gemischten Staffeln einen tollen 7. Platz erreichte. Nach der guten Vorarbeit von Jutta Ascheberg und Timo Mersmann war es an Stefan Willer mit 1:42 Std. auf dem abschließenden Halbmarathon die Platzierung zu festigen.

Nach dem sich alle Athleten etwas erholt hatten, feierte man dann dieses tolle Ereignis bei einem gemeinsamen Grillen mit den vielen unterstützenden Angehörigen und es wurden erste Pläne fürs nächste Jahr geschmiedet.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. Februar 2014 um 19:46 Uhr