Frankfurt und Saerbeck 2015


Wetterkapriolen am Triathlonwochenende


Thomas Mussing erfolgreich beim Ironman Frankfurt/ LTC Follow-Me in Saerbeck zum Ligastart

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Ein Wochenende der Extreme erlebten die Triathleten des LTC bei ihren Wettkämpfen.

Thomas Mussing reiste bereits am Freitag nach Frankfurt um seinen Start bei den Ironman Europameisterschaften vorzubereiten. Nach der langen Vorbereitung und einer zwischenzeitlichen Bänderverletzung war er wieder fit und voller Vorfreude auf den „längsten Tag des Jahres“.

Extreme Hitze mit Temperaturen über 40 Grad in Frankfurt veranlasste über 300 Athleten der insgesamt 3000 Starter erst gar nicht anzutreten. So stand auch für Mussing im Mittelpunkt den Wettkampf vor allem gesund zu überstehen und beim abschließenden Marathon in der Frankfurter City nicht zu überhitzen.

Das Schwimmen erfolgte im fast 27 Grad warmen Langener Waldsee zum Schutz der Athleten ohne Neoprenanzug. Thomas Mussing hielt sich weitestgehend aus den vielen Positionskämpfen heraus und schwamm „sein“ Rennen. Nach 1:10h erreichte er die erste Wechselzone und machte sich auf die 180km lange Radstrecke durch Frankfurt und den Wetteraukreis. Mussing dachte sich wohl möglichst viel der Strecke bei den noch moderaten Frühtemperaturen zu absolvieren und legte mit 5:08h einen unerwartet guten Radsplit hin. So konnte er bereits mittags den abschließenden Marathon beginnen. Inzwischen erreichte die Temperatur 40 Grad auf der Laufstrecke entlang des Mains. Vier Runden a 10,5km waren nur mit ständigem Kühlen durch Wasser und Eiswürfel machbar. Während Mussing die ersten beiden Runden zeitlich noch konstant halten konnte entwickelte sich die dritte zum psychologischen Kampf. Immerhin stand die Wettkampfuhr inzwischen bei über 8 Stunden! Ohne Gehpausen überstand Mussing auch diese Runde und konnte sich in der Vierten sicher sein, diesen Wettkampf positiv abzuschließen.

Schließlich durfte er in den Zielkanal auf den roten Teppich abbiegen und die tolle Stimmung beim Einlauf genießen. Mit 10:32h lieferte Thomas Mussing als 52. seiner AK 40 und Gesamt 274er eine starke Leistung ab und beschrieb diesen Extremwettkampf als seinen härtesten je bestrittenen Triathlon.


Während sich in Frankfurt kein Wölkchen am Himmel zeigte, braute sich über dem Saerbecker Badesee für die Ligastarter des LTC-Follow-Me einige Gewitter zusammen. Das Wetter stellte auch den Veranstalter vor größere Probleme. Während die Starter über die Volksdistanz (500-20-5) noch einen regulären Wettkampf inklusive Schwimmen durchführen konnten, wurde für die Ligastarter und Teilnehmer der olympischen Distanz (1,5-40-10) kurzerhand aus Sicherheitsgründen ein Duathlon angesetzt. So wurden zunächst 10km gelaufen, 40km Rad gefahren und anschließend nochmals 5km gelaufen. In der Ligamannschaft kam das besonders Timo Mersmann entgegen - ist doch das Schwimmen seine schwächste Disziplin. Er nahm die Chance war und steuerte einem ungefährdeten Start Ziel – Sieg entgegen und ließ nach 1:57h alle 68 Ligastarter hinter sich. Auf den 12. Platz (2:09h) kam Oliver Dobrzinski, der nach eigener Aussage etwas zu schnell angegangen ist und sich auf dem Rad etwas durchkämpfen musste. Anja Wesseler erreichte nach 2:27 h das Ziel am Badesee gefolgt von Jutta Ascheberg (2:37h). Beide hätten als gute Schwimmerinnen als Anfangsdisziplin das Schwimmen favorisiert. Am Ende des Ligawettkampfs erreichte der LTC-Follow-Me den 7. Tagesplatz und festigte seine Platzierung im vorderen Feld der Liga. In 2 Wochen ist der nächste Ligaeinsatz in Verl.

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Jörg Becker musste ebenfalls einen Duathlon im offenen Feld über die olympische Distanz bestreiten. Nach 0:45h nach dem ersten Lauf folgten 1:05h auf dem Rad, bevor Becker nach 0:25h das Ziel als Gesamt 30er und 5. seiner AK erreichte.

Stefan Willer, Dirk Möcklinghoff und Michael Hörsting waren die drei Athleten, die einen regulären Wettkampf über die Volksdistanz im offenen Feld absolvierten. Am schnellsten schaffte es Stefan Willer nach 1:12h. Darauf folgten Michael Hörsting nach 1:15h (15. AK35) und Dirk Möcklinghoff als 30. in der AK40 nach 1:17h.

Trotz des extremen Wetters waren doch alle Starter mit ihren Leistungen zufrieden und freuen sich auf die kommenden Wettkämpfe.